Exportformate
Grundriss als JPG exportieren
JPG ist das Format, das Immobilienportale und viele Content-Systeme beim Bild-Upload erwarten. Es ist überall lesbar, klein in der Datei und schnell geladen – Eigenschaften, die für Fotos ideal sind.
Für einen Grundriss ist JPG dagegen ein Kompromiss. Das Format komprimiert verlustbehaftet und wurde für weiche Farbverläufe entwickelt, nicht für harte schwarze Linien auf weißem Grund. Genau dort entstehen die typischen grauen Schatten neben Wänden und Schrift.
Wann JPG sinnvoll ist – und wann nicht
Nehmen Sie JPG, wenn ein Portal oder ein System ausdrücklich JPG verlangt oder wenn eine Dateigrößenbegrenzung im Weg steht. In allen anderen Fällen liefert PNG bei Strichzeichnungen das deutlich sauberere Ergebnis, meist sogar bei ähnlicher Dateigröße.
Ein Sonderfall sind Grundrisse mit großflächigen Farbfüllungen oder einer 3D-Ansicht mit Schattierungen. Dort spielt JPG seine Stärke aus, weil es weiche Verläufe effizient komprimiert.
- JPG, wenn das Zielsystem es ausdrücklich verlangt
- PNG bevorzugen bei reinen Linienplänen
- Ausreichend hoch auflösen statt nachträglich zu vergrößern
- Vor dem Hochladen in Originalgröße prüfen, nicht als Vorschau
Auflösung richtig wählen
Exportieren Sie mindestens in der Größe, in der das Bild später angezeigt wird, besser im Doppelten. Portale skalieren Bilder automatisch herunter, und ein Herunterskalieren schadet nie – ein Hochskalieren dagegen zerstört jede Schrift.
Achten Sie besonders auf die kleinste Schrift im Plan, meist die Flächenangabe. Wenn sie in der Zielgröße nicht mehr lesbar ist, reduzieren Sie lieber die Bemaßung im Plan, statt die Auflösung immer weiter zu erhöhen.
Was Sie zusätzlich bereithalten sollten
Ein Bild ist immer nur die Kopie für die Anzeige. Halten Sie parallel ein PDF bereit, das Sie auf Anfrage verschicken können – es ist druckbar, enthält die Maßstabsleiste und wirkt in der Kommunikation professioneller als ein Bildanhang.
Der eigentliche Plan bleibt im Editor. Wenn sich etwas ändert, ändern Sie ihn dort und exportieren neu, statt am Bild zu arbeiten. Ein in Bildbearbeitung nachträglich korrigierter Grundriss ist die häufigste Quelle widersprüchlicher Flächenangaben.
Häufige Fragen
JPG oder PNG für einen Grundriss?
Für reine Linienpläne PNG, weil es verlustfrei komprimiert und Kanten scharf bleiben. JPG nur, wenn das Zielsystem es verlangt oder wenn der Plan große weiche Farbverläufe enthält, etwa bei einer 3D-Ansicht.
Welche Auflösung brauche ich für Immobilienportale?
Exportieren Sie großzügig und lassen Sie das Portal herunterskalieren. Prüfen Sie das Ergebnis in der Größe, in der es tatsächlich erscheint, und achten Sie darauf, dass die kleinste Schrift noch lesbar ist.
Warum sieht mein JPG-Grundriss an den Kanten unsauber aus?
Weil die verlustbehaftete Kompression an harten Schwarz-Weiß-Kanten Artefakte erzeugt. Das lässt sich durch höhere Auflösung mildern, aber nicht beseitigen. PNG hat dieses Problem grundsätzlich nicht.