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Exportformate

Grundriss als PDF exportieren

PDF ist das Format, in dem ein Grundriss die Firma verlässt. Es hält Vektorlinien, Text, Maßstabsleiste und Legende in einer Datei, sieht auf jedem Gerät gleich aus und lässt sich ohne Zusatzsoftware öffnen. Für Exposé, E-Mail-Anhang und Akte gibt es keine bessere Wahl.

Wichtig ist zu verstehen, was ein PDF nicht ist: Es ist kein Austauschformat für Geometrie. Ein Planer kann daraus keine bemaßten Wände zurückgewinnen, ohne nachzuzeichnen. Wer das erwartet, braucht DXF – nicht ein PDF in höherer Auflösung.

Grundriss-Export einer 3-Zimmer-Wohnung mit 85 m²: farbig abgesetzte Räume mit Namen, Maßen und Quadratmetern, Maßstabsleiste 1:75, Legende für Außenwand, Innenwand, Tür und Fenster.
Beispiel-Export aus dem Editor. Unten steht die Wohnfläche – und ausdrücklich „unvollständig“, solange eine Raumhöhe fehlt, die die WoFlV braucht. Lieber eine Lücke benennen als eine Zahl erfinden. PDF ansehen

Was in ein Grundriss-PDF gehört

Ein brauchbares Exposé-PDF enthält den Plan selbst, die Raumnamen mit Flächen, eine Maßstabsleiste, eine Legende für die verwendeten Symbole und die Bezeichnung des Geschosses. Ohne Maßstabsleiste ist der Plan nur ein Bild; mit ihr bleibt er nachmessbar, auch wenn jemand die Seite verkleinert ausdruckt.

Der Export legt zusätzlich eine 3D-Seite an, auf der die Wohnung räumlich dargestellt wird. Für Interessenten, die mit flachen Plänen wenig anfangen können – und das ist die Mehrheit –, ist diese zweite Seite oft der Punkt, an dem der Grundriss verständlich wird.

  • Maßstabsleiste statt bloßer Maßstabsangabe
  • Raumnamen mit Fläche in Quadratmetern
  • Legende für Türen, Fenster und Symbole
  • Geschossbezeichnung und Objektbezug auf jeder Seite

Linienstärken und Lesbarkeit

Die Lesbarkeit eines Plans entsteht durch die Abstufung der Linienstärken: kräftige Außenwände, feinere Innenwände, dünne Bemaßungslinien. Der PDF-Export folgt dieser Konvention, angelehnt an die übliche Bauzeichnungspraxis, ohne eine Zertifizierung zu beanspruchen.

Prüfen Sie das Ergebnis immer in der Größe, in der es tatsächlich betrachtet wird. Ein Plan, der am Monitor bei 200 Prozent gut aussieht, kann als Vorschaubild im Portal völlig unlesbar sein. Im Zweifel weniger Bemaßung und größere Schrift.

Grenzen des Formats

Erstens: Der Maßstab stimmt nur, solange niemand die Seite skaliert. Wird ein A3-Plan auf A4 gedruckt oder im Druckdialog auf Seitengröße angepasst, ist die Angabe 1:100 falsch – die Maßstabsleiste bleibt dagegen richtig, weil sie mitskaliert.

Zweitens: PDF transportiert keine strukturierten Objektdaten. Wenn ein Maklersystem Wohnfläche und Zimmerzahl als Felder braucht, ist OpenImmo-XML der richtige Weg. Und drittens verlangen viele Portale beim Upload ein Rasterbild, also PNG oder JPG.

Häufige Fragen

Ist ein PDF-Grundriss maßstabsgetreu?

Die Zeichnung ist es, die ausgedruckte Seite nur, wenn beim Druck nicht skaliert wird. Deshalb gehört immer eine Maßstabsleiste auf den Plan: Sie skaliert mit und bleibt auch dann korrekt, wenn die Seitengröße geändert wurde.

Kann ein Architekt aus meinem PDF weiterarbeiten?

Nur eingeschränkt. Ein PDF enthält Linien, aber keine strukturierte Bauteilinformation und keine Bemaßungslogik. Für Planungsarbeit liefern Sie zusätzlich eine DXF-Datei; das kostet Sie nur einen zweiten Export desselben Plans.

Warum enthält das PDF eine zweite Seite mit 3D-Ansicht?

Weil viele Interessenten flache Grundrisse nicht räumlich lesen können. Die 3D-Seite zeigt dieselbe Wohnung als Puppenhausansicht und beantwortet Fragen zur Raumwirkung, die der 2D-Plan offenlässt.