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Objekttypen

Grundriss erstellen für ein Einfamilienhaus

Ein Einfamilienhaus lässt sich nicht auf einem Blatt darstellen. Erdgeschoss, Obergeschoss, oft ein ausgebautes Dachgeschoss und ein Keller sind vier eigenständige Grundrisse, die zusammen ein Objekt beschreiben. Der Fehler, der am meisten Vertrauen kostet, ist ein Plan, bei dem die Geschosse nicht zueinander passen.

Interessenten lesen einen Hausgrundriss anders als einen Wohnungsgrundriss: Sie suchen nach Wegen. Wo liegt die Treppe, wie kommt man vom Eingang in die Küche, liegt das Gäste-WC neben dem Wohnraum? Diese Fragen beantwortet ein Plan nur, wenn die Verbindungen zwischen den Räumen sauber gezeichnet sind.

Jedes Geschoss ist ein eigener Plan

Legen Sie pro Geschoss einen eigenen Grundriss an und geben Sie ihm eine eindeutige Bezeichnung: Untergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss. Der Editor verwaltet mehrere Etagen in einem Projekt, sodass alle Geschosse denselben Maßstab und dieselbe Ausrichtung behalten.

Zeichnen Sie die Treppe in jedem betroffenen Geschoss ein, und zwar an derselben Stelle. Ein Treppenauge, das im Obergeschoss zwei Meter verrutscht ist, ist das erste, was ein aufmerksamer Interessent bemerkt – und danach zweifelt er an allen anderen Maßen.

  • Geschosse gleich ausrichten – gleiche Nordrichtung, gleicher Maßstab
  • Treppen in allen verbundenen Geschossen zeichnen
  • Außenkanten der Geschosse übereinander prüfen
  • Jedes Geschoss einzeln beschriften und mit Gesamtfläche versehen

Keller, Dachschräge und was davon Wohnfläche ist

Kellerräume, Waschküche, Trockenraum, Heizungsraum, Bodenraum und Garage sind Zubehörräume nach § 2 Abs. 3 der Wohnflächenverordnung und zählen nicht zur Wohnfläche – auch dann nicht, wenn sie hochwertig ausgebaut sind. Sie gehören trotzdem in den Plan, weil sie den Wert des Objekts erklären.

Beim ausgebauten Dachgeschoss entscheidet die lichte Höhe: ab zwei Metern volle Anrechnung, zwischen einem und zwei Metern die Hälfte, darunter keine. In einem Haus mit 45-Grad-Dach kann das ein Dachzimmer rechnerisch um ein Drittel schrumpfen lassen. Wer diese Rechnung nicht offenlegt, bekommt sie später vorgehalten.

Was der Hausgrundriss zusätzlich zeigen sollte

Anders als bei einer Wohnung gehören zum Haus Elemente, die außen liegen: Terrasse, Wintergarten, Carport, Garage und der Zugang zum Grundstück. Zeichnen Sie mindestens die an das Gebäude angeschlossenen Flächen ein und kennzeichnen Sie sie als nicht beheizte Bereiche, wenn sie es sind.

Ein unbeheizter Wintergarten wird nach der Wohnflächenverordnung zur Hälfte angerechnet – ein Detail, das in Exposés oft untergeht und bei der Kaufpreisfindung dann für Diskussionen sorgt. Terrassen folgen der Regel für Außenflächen und zählen üblicherweise zu einem Viertel.

Ausgabe: ein Dokument für alle Geschosse

Für das Exposé exportieren Sie die Geschosse in ein PDF, jedes auf einer eigenen Seite, mit Maßstabsleiste und Legende. So bleibt die Reihenfolge nachvollziehbar und niemand verliert eine Etage im E-Mail-Anhang.

Für die Bauakte oder den Handwerker liefern Sie zusätzlich DXF je Geschoss. Und wenn Interessenten aus der Ferne ein Gefühl für das Haus bekommen sollen, ergänzt eine 3D-Ansicht die flachen Pläne wirkungsvoller als jede weitere Fotoserie.

Häufige Fragen

Wie viele Grundrisse braucht ein Einfamilienhaus?

Einen pro Geschoss, das betreten werden kann – üblicherweise Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss und, falls ausgebaut, Dachgeschoss. Ein einzelner Sammelplan aller Etagen ist unlesbar und verhindert eine saubere Flächenberechnung.

Zählt der Keller zur Wohnfläche eines Hauses?

Nein. Kellerräume sind Zubehörräume nach § 2 Abs. 3 der Wohnflächenverordnung und bleiben außen vor, unabhängig vom Ausbaustandard. Sie können den Keller als Nutzfläche getrennt angeben, sollten ihn aber nie in die Wohnfläche einrechnen.

Wie gehe ich mit einer Dachschräge im Obergeschoss um?

Teilen Sie die Fläche nach lichter Höhe: ab zwei Metern voll, von einem bis unter zwei Metern zur Hälfte, unter einem Meter gar nicht. Der Editor führt diese Faktoren pro Raum und weist Grundfläche und angerechnete Fläche getrennt aus.