floorplaneditor.com

Anleitungen

Grundriss für das Exposé erstellen

Ein Exposé-Grundriss hat eine einzige Aufgabe: Er soll einem Menschen, der die Wohnung nie gesehen hat, in etwa zehn Sekunden klarmachen, wie man dort lebt. Das ist ein anderer Anspruch als bei einer Bauzeichnung, und deshalb sieht er anders aus.

Der häufigste Fehler ist deshalb nicht ein zu einfacher Plan, sondern ein zu voller: übernommene Bemaßungsketten, technische Schraffuren, Bauteilnummern. All das kostet Aufmerksamkeit und liefert dem Interessenten nichts.

Grundriss-Export einer 3-Zimmer-Wohnung mit 85 m²: farbig abgesetzte Räume mit Namen, Maßen und Quadratmetern, Maßstabsleiste 1:75, Legende für Außenwand, Innenwand, Tür und Fenster.
Beispiel-Export aus dem Editor. Unten steht die Wohnfläche – und ausdrücklich „unvollständig“, solange eine Raumhöhe fehlt, die die WoFlV braucht. Lieber eine Lücke benennen als eine Zahl erfinden. PDF ansehen

Reduzieren, was nicht verkauft

Behalten Sie Wände, Türen, Fenster, Raumnamen und Raumflächen. Entfernen Sie Bauteilnummern, Detailverweise, mehrfache Bemaßungsketten und alles, was aus einer Werkplanung stammt. Eine Maßstabsleiste ersetzt in der Regel die meisten Einzelmaße.

Ergänzen Sie stattdessen, was Orientierung schafft: die Himmelsrichtung, die Geschossbezeichnung und eine schlichte Legende. Diese drei Angaben beantworten mehr Fragen als zwanzig zusätzliche Maßketten.

  • Raumnamen und Flächen groß genug für die Portalansicht
  • Maßstabsleiste statt vieler einzelner Maßketten
  • Nordpfeil für die Himmelsrichtung
  • Geschossbezeichnung auf jedem Plan

Möblierung: wenig, aber richtig

Eine dezente Möblierung hilft beim Größenvergleich, weil ein Doppelbett und ein Esstisch bekannte Maße haben. Wichtig ist, dass die Möbel realistisch dimensioniert sind – ein zu klein gezeichnetes Sofa erzeugt eine Erwartung, die die Besichtigung zerstört.

Verzichten Sie auf Dekoration. Pflanzen, Teppiche und Farbflächen machen den Plan bunt, aber nicht verständlicher, und sie lenken von den Raumnamen ab, auf die es ankommt.

Die Ausgabe für alle Kanäle

Erzeugen Sie ein PDF für das Exposé und den E-Mail-Versand sowie ein Bild für das Portal. Prüfen Sie das Bild in der Größe, in der es tatsächlich erscheint – meist deutlich kleiner, als man beim Erstellen denkt.

Lassen Sie vor dem Export die automatische Planprüfung laufen. Sie meldet Räume ohne Namen oder Fläche, Öffnungen ohne Wandbezug und Möbel, die durch Wände ragen. Genau diese Kleinigkeiten fallen im vergrößerten Portalbild sofort auf.

Häufige Fragen

Wie viel Bemaßung gehört in einen Exposé-Grundriss?

So wenig wie möglich. Raumflächen ja, eine Maßstabsleiste ja, vollständige Bemaßungsketten nein. Wer Einzelmaße braucht, bekommt auf Anfrage das PDF oder eine DXF-Datei.

Sollen Möbel eingezeichnet werden?

Sparsam und maßstäblich. Möbel geben dem Betrachter einen Größenvergleich. Zu klein gezeichnete Möbel wecken falsche Erwartungen und rächen sich bei der Besichtigung.

Brauche ich für jedes Portal ein eigenes Bild?

In der Regel nicht. Ein ausreichend groß exportiertes Bild lässt sich überall verwenden, weil Portale herunterskalieren. Wichtig ist nur, dass die kleinste Schrift bei Anzeigegröße lesbar bleibt.