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Anleitungen

Grundriss digitalisieren – vom Foto zum editierbaren Plan

Für die meisten Bestandsobjekte existiert genau ein Grundriss: eine Kopie einer Kopie, irgendwann in den Achtzigern gezeichnet, heute als verknicktes Blatt in der Objektakte. Die Originaldatei hat niemand, den Zeichner erst recht nicht.

Genau dafür gibt es den Foto-Import. Sie fotografieren das Blatt oder laden einen Scan hoch, und Sie bekommen einen editierbaren Grundriss zurück – Wände, Räume und Öffnungen als bearbeitbare Elemente, nicht als Bild im Hintergrund.

Vorher: ein abfotografierter Papiergrundriss, schräg aufgenommen.Nachher: derselbe Grundriss als sauberes Exposé-PDF aus dem Editor.
Links die Vorlage, rechts das Ergebnis. Ein Foto hat keinen Maßstab – den setzen Sie, indem Sie eine Wand anklicken und ihre wirkliche Länge eingeben. Erst dann stimmen die Flächen. PDF ansehen

Die Vorlage richtig aufnehmen

Die Qualität des Ergebnisses hängt stärker von der Aufnahme ab als von allem anderen. Fotografieren Sie das Blatt möglichst gerade von oben, bei gleichmäßigem Licht und ohne Schatten der eigenen Hand. Ein Scan ist immer besser als ein Foto.

Sorgen Sie dafür, dass alle Kanten des Plans im Bild sind und dass Bemaßungen lesbar bleiben. Ein Ausschnitt, auf dem die Maßangaben abgeschnitten sind, kostet Sie hinterher genau die Zeit, die Sie sparen wollten.

  • Möglichst senkrecht von oben aufnehmen
  • Gleichmäßiges Licht, keine Schatten und keine Reflexe
  • Alle Blattkanten und alle Bemaßungen im Bild
  • Scan bevorzugen, wenn ein Gerät verfügbar ist

Was danach zu tun ist

Der Import liefert eine Struktur, keine Wahrheit. Prüfen Sie zuerst die Gesamtabmessungen gegen eine bekannte Länge – eine bemaßte Außenwand oder ein Maß aus dem Kaufvertrag – und korrigieren Sie den Maßstab, falls er nicht passt.

Danach gehen Sie die Räume durch: Namen setzen, Raumtypen zuweisen, fehlende Türen ergänzen. Zum Schluss lassen Sie die automatische Planprüfung laufen; sie findet Öffnungen ohne Wandbezug, Räume ohne Zugang und zu kurze Wandstücke.

Was der Import nicht kann

Er kann nicht messen. Wenn im Ausgangsplan ein Maß fehlt oder falsch ist, wird es auch danach fehlen oder falsch sein. Für eine belastbare Wohnflächenangabe brauchen Sie mindestens Stichproben vor Ort – idealerweise die Außenmaße und jeweils eine Raumbreite pro Geschoss.

Er kann auch keine Umbauten kennen. Ein Grundriss von 1984 zeigt die Wohnung von 1984. Wenn seither eine Wand gefallen oder ein Bad verlegt wurde, ist das ein Punkt für die Ortsbegehung, nicht für die Software.

Häufige Fragen

Welche Bildformate kann ich hochladen?

Übliche Bildformate wie JPEG, PNG und WebP. Wichtig ist weniger das Format als die Aufnahme: gerade, gleichmäßig belichtet, vollständig und mit lesbaren Bemaßungen.

Wie genau ist das Ergebnis?

Es gibt die Struktur des Ausgangsplans wieder, übernimmt aber dessen Fehler. Prüfen Sie immer die Gesamtabmessungen gegen ein bekanntes Maß und messen Sie vor Ort stichprobenartig nach.

Kann ich auch einen Plan aus einem PDF verwenden?

Ja, indem Sie die betreffende Seite als Bild speichern und dieses hochladen. Achten Sie darauf, in ausreichender Auflösung zu exportieren, damit die Bemaßungen erkennbar bleiben.