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Grundlagen

Grundriss-Symbole und die Legende

Ein Grundriss ist eine Zeichensprache. Wer sie kennt, liest in wenigen Sekunden, wo man hineinkommt, wohin eine Tür aufschlägt und wo ein Fenster bis zum Boden reicht. Wer sie nicht kennt, sieht Striche.

Weil die Mehrheit der Empfänger eines Exposés zur zweiten Gruppe gehört, ist die Legende kein Beiwerk. Sie ist der Übersetzer, der aus einer technischen Zeichnung eine verständliche Information macht.

Grundriss-Export einer 3-Zimmer-Wohnung mit 85 m²: farbig abgesetzte Räume mit Namen, Maßen und Quadratmetern, Maßstabsleiste 1:75, Legende für Außenwand, Innenwand, Tür und Fenster.
Beispiel-Export aus dem Editor. Unten steht die Wohnfläche – und ausdrücklich „unvollständig“, solange eine Raumhöhe fehlt, die die WoFlV braucht. Lieber eine Lücke benennen als eine Zahl erfinden. PDF ansehen

Die Symbole, die wirklich zählen

Türen werden als Öffnung in der Wand mit einem Viertelkreis dargestellt, der die Aufschlagrichtung zeigt. Diese Richtung ist keine Kosmetik: Sie entscheidet, ob hinter der Tür noch ein Schrank stehen kann.

Fenster erscheinen als Unterbrechung der Wand mit einer dünnen Linie, Durchgänge ohne Tür als schlichte Lücke. Treppen werden mit Stufen und einem Richtungspfeil gezeichnet – ohne den Pfeil ist nicht erkennbar, ob es hinauf oder hinunter geht.

  • Tür mit Aufschlagrichtung, nicht nur als Lücke
  • Fenster als Wandunterbrechung mit Brüstungshinweis
  • Durchgang ohne Tür als offene Lücke
  • Treppe mit Stufen und Laufrichtungspfeil

Warum die Legende ins Exposé gehört

Eine Legende erklärt die verwendeten Symbole in wenigen Zeilen und kostet einen kleinen Bereich am Blattrand. Dafür entfallen genau die Rückfragen, die sonst per Telefon kommen – und sie signalisiert, dass der Plan mit Sorgfalt entstanden ist.

Wichtig ist, dass die Legende zum Plan passt. Eine Legende mit Symbolen, die im Plan gar nicht vorkommen, wirkt wie eine übernommene Vorlage und untergräbt genau das Vertrauen, das sie schaffen soll.

Was Sie weglassen sollten

Bauteilnummern, Detailverweise, Schraffuren für Materialien und Verweise auf andere Pläne stammen aus der Werkplanung. In einem Exposé erzeugen sie nur Rauschen und lenken von Raumnamen und Flächen ab.

Auch dekorative Symbole – Pflanzen, Autos, Personen – helfen nicht. Sie kosten Platz, verdecken Beschriftungen und lassen den Plan beliebig wirken. Wenige, konsequent verwendete Symbole sind immer stärker.

Häufige Fragen

Welche Symbole braucht ein Exposé-Grundriss mindestens?

Türen mit Aufschlagrichtung, Fenster, Durchgänge und Treppen mit Laufrichtung. Alles Weitere ist optional und sollte nur erscheinen, wenn es im Plan wirklich vorkommt.

Warum ist die Aufschlagrichtung der Tür wichtig?

Weil sie über die nutzbare Wandfläche entscheidet. Hinter einer nach innen aufschlagenden Tür kann kein Schrank stehen – ein Detail, das Interessenten bei der Möblierung sofort einplanen.

Muss eine Legende auf jeden Plan?

Pflicht ist sie nicht, sinnvoll fast immer. Sie kostet wenig Platz und spart Rückfragen. Achten Sie darauf, dass nur Symbole erklärt werden, die im Plan tatsächlich vorkommen.