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Anleitungen

Grundriss maßstabsgetreu zeichnen

Maßstabsgetreu heißt nicht, dass jede Linie beim Zeichnen ausgemessen wird. Es heißt, dass die Zeichnung intern in echten Metern existiert und der Maßstab erst bei der Ausgabe entsteht. Wer so arbeitet, kann denselben Plan in 1:50, 1:100 und 1:200 ausgeben, ohne etwas neu zu zeichnen.

Der Fehler, der das kaputt macht, ist das Zeichnen nach Augenmaß mit nachträglicher Korrektur einzelner Maße. Danach stimmt der Plan an drei Stellen und überall sonst nicht – und die Flächenberechnung ist wertlos, obwohl die Beschriftung richtig aussieht.

Zuerst kalibrieren, dann zeichnen

Beginnen Sie mit einer bekannten Länge. Messen Sie eine Außenwand oder eine lange Innenwand und tragen Sie dieses Maß als Erstes ein. Alle weiteren Wände orientieren sich daran, und die Fläche jedes Raums ergibt sich anschließend automatisch aus der Geometrie.

Arbeiten Sie danach konsequent mit Zahleneingabe statt mit dem Auge. Eine Wand, deren Länge Sie eingeben, ist richtig; eine Wand, die ungefähr passt, ist ein Fehler, den Sie später nicht mehr finden.

  • Mit einer gemessenen Referenzlänge beginnen
  • Wandlängen eingeben statt schätzen
  • Rechte Winkel einrasten lassen, wo die Realität rechtwinklig ist
  • Nach dem Zeichnen zwei Maße gegen die Realität prüfen

Welchen Maßstab Sie brauchen

Für Wohnungen und Häuser ist 1:100 der Standard: Auf einem A4-Blatt passt eine übliche Wohnung, und Raumnamen bleiben lesbar. 1:50 eignet sich für einzelne Räume oder detaillierte Ausbaupläne, 1:200 für große Objekte und Geschosse mit vielen Einheiten.

Entscheiden Sie den Maßstab nach dem Blattformat und nicht umgekehrt. Ein 1:50-Plan, der auf A4 gequetscht wird, ist unbrauchbar, obwohl der Maßstab formal stimmt.

Maßstab beim Export erhalten

Der kritische Punkt ist der Druck. Sobald jemand im Druckdialog „An Seite anpassen“ wählt oder ein A3-Plan auf A4 kopiert wird, ist die Angabe 1:100 falsch. Die Maßstabsleiste dagegen bleibt korrekt, weil sie mitskaliert.

Setzen Sie deshalb immer eine Maßstabsleiste auf den Plan, zusätzlich zur Maßstabsangabe. Für Empfänger, die tatsächlich messen wollen, liefern Sie ohnehin eine DXF-Datei – dort ist die Geometrie in Millimetern hinterlegt und von jeder Seitengröße unabhängig.

Häufige Fragen

Welcher Maßstab ist für Wohnungsgrundrisse üblich?

1:100. Damit passt eine typische Wohnung auf ein A4-Blatt und die Beschriftung bleibt lesbar. 1:50 nutzt man für Detailpläne, 1:200 für große Gebäude oder ganze Geschosse.

Wie prüfe ich, ob mein Plan maßstabsgetreu ist?

Messen Sie zwei Strecken vor Ort nach, die im Plan weit auseinander liegen, und vergleichen Sie. Weichen beide gleichmäßig ab, stimmt die Kalibrierung nicht; weicht nur eine ab, ist dort ein Eingabefehler.

Bleibt der Maßstab im PDF erhalten?

Die Zeichnung ja, der Ausdruck nur ohne Skalierung. Deshalb gehört eine Maßstabsleiste auf jeden Plan: Sie skaliert mit und bleibt auch nach einer Formatänderung korrekt.