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Objekttypen

Grundriss erstellen für ein Reihenhaus

Ein Reihenhaus ist ein Haus mit einer sehr speziellen Geometrie: schmal, tief und über zwei bis drei Ebenen gestapelt. Genau diese Form macht den Grundriss so wichtig, denn aus Fotos allein lässt sich nicht ablesen, ob der Wohnraum durchgehend ist oder ob sich das Haus in kleine, dunkle Zimmer teilt.

Käufer eines Reihenmittelhauses rechnen zuerst zwei Dinge nach: die Breite des Wohnraums, weil davon abhängt, ob Sofa und Esstisch nebeneinander passen, und die Lage der Treppe, weil sie in einem schmalen Haus die gesamte Erschließung bestimmt.

Grundriss-Export des Erdgeschosses eines Reihenhauses mit 75 m², mit Raumnamen, Maßen und Quadratmetern.
Beispiel-Export aus dem Editor: Erdgeschoss eines Reihenhauses. Weitere Etagen kommen als eigene Seiten in dasselbe PDF. PDF ansehen

Die typische Aufteilung eines Reihenhauses

Im Erdgeschoss liegen Flur, Gäste-WC, Küche und Wohnraum mit Zugang zum Garten, im Obergeschoss zwei bis drei Schlafräume und das Bad, im Dachgeschoss ein weiterer Raum oder Stauraum. Die Grundfläche pro Ebene liegt häufig zwischen 40 und 60 Quadratmetern.

Weil jede Ebene klein ist, wirkt sich jede Wand stark aus. Zeichnen Sie deshalb die Wandstärken realistisch und tragen Sie die Wandlängen ein: Der Unterschied zwischen 3,40 m und 3,80 m Raumbreite entscheidet in einem Reihenhaus tatsächlich über die Möblierbarkeit.

Haustrennwände und Nachbarschaft

Die seitlichen Wände eines Reihenmittelhauses sind Haustrennwände und deutlich dicker als Innenwände. Stellen Sie sie im Plan auch so dar – das erklärt einerseits den Schallschutz, andererseits die Differenz zwischen Außenmaß und Wohnfläche, die sonst wie ein Rechenfehler aussieht.

Kennzeichnen Sie am Rand, ob es sich um ein Mittelhaus oder ein Endhaus handelt. Ein Endhaus hat eine zusätzliche Außenwand mit Fenstern und damit eine völlig andere Belichtung – für den Preis ein erheblicher Unterschied, der aus einem Plan ohne Kennzeichnung nicht hervorgeht.

  • Haustrennwände dicker zeichnen als Innenwände
  • Mittel- oder Endhaus im Plantitel vermerken
  • Fensterpositionen genau setzen – sie bestimmen die Belichtung
  • Gartenzugang und Terrasse am Erdgeschoss darstellen

Flächen: Wohnfläche gegen Nutzfläche

Reihenhäuser haben oft einen Keller und ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Beides sind Zubehörräume und zählen nicht zur Wohnfläche, machen aber einen großen Teil des praktischen Nutzens aus. Führen Sie beide Zahlen getrennt: Wohnfläche für das Inserat, Nutzfläche als zusätzliche Information.

Ist das Dachgeschoss ausgebaut, greift die Höhenstaffelung der Wohnflächenverordnung. Gerade in schmalen Häusern liegt ein erheblicher Teil der Dachfläche unter zwei Metern lichter Höhe.

Häufige Fragen

Wie stelle ich beim Reihenhaus die Treppe dar?

Zeichnen Sie den Treppenlauf mit Laufrichtung in jedem verbundenen Geschoss an derselben Stelle ein. In einem schmalen Haus bestimmt die Treppe die gesamte Erschließung, deshalb ist ihre Lage für Interessenten wichtiger als in einem freistehenden Haus.

Muss ich angeben, ob es ein Mittel- oder Endhaus ist?

Es steht Ihnen frei, aber es lohnt sich. Ein Endhaus hat eine zusätzliche Fensterfront und wird anders bewertet. Wenn der Grundriss das nicht zeigt, entstehen bei der Besichtigung unnötige Erwartungslücken.

Warum weicht die Wohnfläche stark vom Außenmaß ab?

Weil Haustrennwände und Außenwände in einem schmalen Haus prozentual viel Fläche einnehmen. Bei rund fünf Metern Hausbreite gehen durch Wandstärken schnell zehn Prozent der Grundfläche verloren. Genau deshalb sollte der Plan die Wandstärken zeigen.