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Grundrisse für Architekten
Für ein Planungsbüro ist die Bestandsaufnahme selten die interessante Arbeit, aber immer der Anfang. Ein Bestandsplan entscheidet darüber, wie belastbar alles ist, was danach kommt – und er kostet regelmäßig mehr Zeit als die erste Entwurfsvariante.
Ein browserbasierter Grundriss-Editor ist kein CAD-Ersatz und will es nicht sein. Er ist ein schneller Weg von der Ortsbegehung zu einer maßhaltigen Grundlage, die als DXF in Ihre gewohnte Umgebung wandert.
Vom Ortstermin zur Grundlage
Drei Wege führen zum selben Ergebnis: Zeichnen aus dem eigenen Aufmaß, Import eines vorhandenen Plans aus einem Foto oder Scan, oder eine Aufnahme mit dem LiDAR-Sensor eines iPhones. In allen Fällen arbeiten Sie danach im selben Editor weiter.
Wichtig ist der Zwischenschritt: Kalibrieren Sie gegen zwei bekannte Maße, bevor Sie beschriften. Eine Grundlage, deren Maßstab nicht geprüft wurde, erzeugt Folgefehler in jeder darauf aufbauenden Planung.
- Immer gegen zwei gemessene Referenzstrecken kalibrieren
- Wandstärken realistisch setzen, nicht pauschal
- Öffnungen mit Breite erfassen, nicht nur als Symbol
- Vor dem Export die Planprüfung laufen lassen
Die Übergabe nach CAD
Der DXF-Export schreibt die Geometrie in Millimetern mit metrischem Messsystem und legt die Elemente auf getrennte Layer: Außenwände, Innenwände, Türen, Fenster, Raumbeschriftungen und Bemaßung. Die Zeichnungsgrenzen sind gesetzt, sodass ein CAD-Programm direkt auf den Plan zoomt.
Die Datei folgt der R12-Struktur. Das ist bewusst schlicht: keine Blockbibliotheken, keine dynamischen Bemaßungsobjekte. Für eine Bestandsgrundlage ist das kein Nachteil, weil Sie diese Elemente ohnehin durch Ihre eigenen Standards ersetzen.
Was das Werkzeug nicht leistet
Es ist kein BIM-Werkzeug. Es kennt keine Bauteilklassen, keine Schichtaufbauten, keine Bewehrung und keine Kollisionsprüfung zwischen Gewerken. Wer das braucht, bleibt bei seiner Planungssoftware und nutzt das DXF als Grundlage.
Es ist außerdem kein Nachweiswerkzeug. Die Flächenberechnung folgt der Wohnflächenverordnung und ist nachvollziehbar dokumentiert, aber sie ersetzt weder eine Berechnung nach DIN 277 noch ein Sachverständigengutachten.
Häufige Fragen
In welchem Format bekomme ich die Grundlage?
Als DXF in Millimetern mit metrischem Messsystem und getrennten Layern für Wände, Öffnungen, Beschriftung und Bemaßung. Zusätzlich stehen PDF und ein JSON-Export der vollständigen Geometrie bereit.
Ersetzt das mein CAD-Programm?
Nein, und es soll es nicht. Es verkürzt den Weg von der Ortsbegehung zur maßhaltigen Grundlage. Die eigentliche Planung findet in Ihrer gewohnten Umgebung statt.
Ist die Flächenberechnung DIN-277-konform?
Nein. Die Berechnung folgt der Wohnflächenverordnung. DIN 277 verfolgt eine andere Systematik mit Brutto-, Netto- und Nutzungsflächen und kommt zu anderen Werten.