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Anleitungen

Grundriss scannen mit LiDAR

Ein Aufmaß mit Zollstock und Notizblock dauert für eine Dreizimmerwohnung eine gute Stunde und erzeugt ein Blatt Papier, das anschließend jemand abtippen muss. Ein Scan mit dem LiDAR-Sensor eines iPhones erzeugt in wenigen Minuten direkt eine Geometrie.

Das ersetzt nicht das Nachdenken. Ein Scan liefert Wände, Öffnungen und Raumumrisse, aber er trifft keine Entscheidungen: Welcher Raum wie heißt, was Wohnfläche ist und wo eine Wand tatsächlich endet, bleibt Ihre Aufgabe. Der Scan verkürzt die Aufnahme, nicht die Beurteilung.

Wie ein guter Scan entsteht

Gehen Sie langsam und gleichmäßig an den Wänden entlang und halten Sie das Gerät ruhig. Räumen Sie vorher frei, was Wände verdeckt – ein Schrank vor der Wand wird sonst als Wandkante erkannt und verschiebt den Raum um 60 Zentimeter.

Achten Sie auf Licht und Glas. Große Fensterflächen, Spiegel und dunkle Ecken sind die typischen Problemstellen. Nehmen Sie diese Bereiche zweimal auf und prüfen Sie danach im Plan, ob die Kante dort sitzt, wo sie hingehört.

  • Langsam und gleichmäßig an den Wänden entlanggehen
  • Möbel vor Wänden nach Möglichkeit wegrücken
  • Spiegel und große Glasflächen doppelt erfassen
  • Nach dem Scan zwei Maße mit dem Zollstock gegenprüfen

Genauigkeit realistisch einschätzen

Ein Scan ist genau genug für Vermarktung und Planungsvorbereitung, aber er ist kein geodätisches Aufmaß. Rechnen Sie mit Abweichungen im Zentimeterbereich pro Wand, die sich über einen langen Flur aufsummieren können.

Deshalb gilt dieselbe Regel wie beim Foto-Import: Prüfen Sie nach dem Scan zwei bekannte Maße gegen die Realität. Stimmen beide, ist die Kalibrierung in Ordnung; weichen beide gleichmäßig ab, korrigieren Sie den Maßstab einmal für den ganzen Plan.

Nacharbeit im Editor

Ein Scan liefert oft mehr Geometrie als nötig: kurze Wandstücke, doppelte Kanten, Fragmente hinter Möbeln. Räumen Sie diese auf, bevor Sie beschriften – die Planprüfung zeigt Ihnen die verdächtigen Stellen.

Danach kommt die eigentliche Arbeit: Räume benennen, Raumtypen zuweisen, Öffnungen kontrollieren und die Wohnflächenfaktoren setzen. Erst diese Angaben machen aus einer Geometrie einen verwertbaren Grundriss.

Häufige Fragen

Brauche ich zwingend ein iPhone mit LiDAR?

Nein. Der Web-Editor funktioniert eigenständig: Sie können jeden Grundriss von Hand zeichnen oder aus einem Foto eines vorhandenen Plans erzeugen. Der Scan ist eine Abkürzung bei der Aufnahme, keine Voraussetzung.

Wie genau ist ein LiDAR-Scan?

Genau genug für Vermarktung und Vorplanung, nicht für ein rechtssicher belegtes Aufmaß. Prüfen Sie nach dem Scan zwei bekannte Maße nach und korrigieren Sie den Maßstab, falls nötig.

Was mache ich mit den Fragmenten nach dem Scan?

Aufräumen, bevor Sie beschriften. Sehr kurze Wandstücke und doppelte Kanten melden sich in der Planprüfung; sie zu entfernen dauert wenige Minuten und verhindert Fehler im Export.