floorplaneditor.com

Berufsgruppen

Grundrisse für Innenarchitekten

Innenarchitektur beginnt fast immer mit demselben Problem: Es gibt keinen brauchbaren Bestandsplan. Was existiert, ist ein Ausdruck aus einem Exposé oder eine Skizze der Eigentümerin – beides ohne Maßstab und ohne Wandstärken.

Bevor eine Variante entstehen kann, muss diese Lücke geschlossen werden. Der Weg dahin sollte kurz sein, denn die Bestandsaufnahme ist Vorleistung: Sie wird selten gesondert vergütet und darf deshalb keinen halben Tag kosten.

Eine Grundlage, auf der man planen kann

Nehmen Sie den Bestand auf – gezeichnet aus dem eigenen Aufmaß, aus einem Foto des vorhandenen Plans oder per Scan. Kalibrieren Sie danach gegen zwei gemessene Strecken, damit alle folgenden Möbelmaße auf einer verlässlichen Geometrie sitzen.

Setzen Sie Wandstärken realistisch. Der Unterschied zwischen einer 11,5er und einer 24er Wand ist in einem kleinen Bad der Unterschied zwischen einer passenden und einer unmöglichen Möblierung.

  • Gegen zwei gemessene Strecken kalibrieren
  • Wandstärken je Wandtyp realistisch setzen
  • Türanschläge und Öffnungsrichtungen erfassen
  • Fensterbrüstungen dort notieren, wo Möbel davorstehen

Varianten möblieren und prüfen

Arbeiten Sie mit echten Möbelmaßen und halten Sie Verkehrswege frei: mindestens 80 Zentimeter für Durchgänge, etwa 70 vor einem Schrank, rund 80 um einen Esstisch. Eine Variante, die diese Abstände einhält, ist gegenüber Kunden belastbar.

Die Planprüfung meldet Möbel, die durch Wände ragen oder sich überschneiden. In der räumlichen Ansicht sehen Sie zusätzlich, ob eine Tür gegen einen Schrank schlägt – ein Fehler, der im flachen Plan systematisch übersehen wird.

Weitergabe an CAD und Visualisierung

Für die weitere Planung exportieren Sie DXF: Geometrie in Millimetern, getrennte Layer für Wände, Öffnungen und Beschriftung. Das ist die Grundlage, auf der Ihr CAD-Programm sauber aufsetzt.

Für Visualisierungen exportieren Sie das Modell als GLB. Es enthält Wände, echte Öffnungen und vereinfachte Möbelkörper in Metern und lässt sich in einem 3D-Programm weiterverwenden, ohne dass zuerst Geometrie aufgeräumt werden muss.

Häufige Fragen

Welche Verkehrswege sollte ich freihalten?

Als Faustwerte: mindestens 80 Zentimeter für Durchgänge, etwa 70 vor einem Kleiderschrank und rund 80 um einen Esstisch herum, damit ein Stuhl zurückgeschoben werden kann.

Wie komme ich schnell zu einem Bestandsplan?

Aus einem Foto des vorhandenen Plans, aus dem eigenen Aufmaß oder per Scan. Entscheidend ist in allen Fällen, anschließend gegen zwei gemessene Strecken zu kalibrieren.

In welchem Format übergebe ich an die Visualisierung?

Als GLB. Das Modell liegt in Metern vor, Türen und Fenster sind echte Öffnungen, und die Bauteile sind benannt – eine brauchbare Grundlage ohne Aufräumarbeit.