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Vom Papierplan zur DXF-Datei

Der Trockenbauer, der Küchenplaner, das Architekturbüro: Alle wollen eine DXF-Datei, keiner ein Foto. Der Weg vom Papierplan zur DXF geht über denselben bearbeitbaren Entwurf wie beim Exposé-PDF – mit einem Unterschied, der alles entscheidet: Bei DXF zählt der Maßstab doppelt, weil die Datei nicht angesehen, sondern vermessen wird.

Warum der Maßstab hier entscheidend ist

Ein PDF wird betrachtet, eine DXF-Datei wird im CAD nachgemessen. Ein falsch gesetzter Maßstab ist im PDF ein Schönheitsfehler und in der DXF ein Fehler in jeder einzelnen Wand – und der Planer merkt es erst, wenn die Küche nicht passt. Setzen Sie den Maßstab deshalb über eine Wand, deren Länge Sie wirklich gemessen haben, nicht über eine geschätzte. Stehen Maße im Foto, werden sie ausgelesen; der Dialog zeigt, woher der Maßstab stammt und wie sicher er ist.

Was in der DXF-Datei steht

Wände als Linien mit Wandstärke, Türen und Fenster als Öffnungen, Raumkonturen und Raumbeschriftungen auf eigenen Layern, Einheiten in Metern, Ursprung links unten. Es ist ein DXF R12 ohne proprietäre Erweiterungen – deshalb öffnet es in AutoCAD, ArchiCAD, Vectorworks, BricsCAD und den freien Betrachtern gleichermaßen, und deshalb sind Schraffuren und Blöcke bewusst schlicht.

Möblierung wird nicht exportiert. Sie gehört ins Exposé und in die 3D-Ansicht, nicht in die Bauzeichnung, und jedes CAD hat eigene Bibliotheken dafür.

Was der Empfänger trotzdem tun muss

Ein aus dem Foto rekonstruierter Plan ist eine Arbeitsgrundlage, kein Aufmaß. Wanddicken sind aus dem Bild geschätzt, Rohbaumaße und Raumhöhen stehen gar nicht darin. Sagen Sie das dem Empfänger, und lassen Sie ihn vor Ort nachmessen – die Datei trägt den Hinweis auf die Erfassungstoleranz im Kommentar. Für die Ausführungsplanung ersetzt sie kein Aufmaß, für die Angebotsphase spart sie den Termin.

  • Maßstab über eine gemessene Wand setzen, nie über eine geschätzte
  • Vor dem Export den Plan prüfen lassen: offene Wandenden und schwebende Räume werden angezeigt
  • Layer-Namen sind sprechend; der Empfänger kann Beschriftungen ausblenden

Häufige Fragen

Öffnet die DXF in AutoCAD, ArchiCAD und Vectorworks?

Ja. Es ist ein DXF R12 ohne proprietäre Erweiterungen; genau deshalb sind Schraffuren und Blöcke schlicht gehalten.

Werden Möbel exportiert?

Nein. DXF ist die Bauzeichnung; Möblierung bleibt im Exposé-PDF und in der 3D-Ansicht.

Sind die Maße rechtsverbindlich?

Nein. Sie stammen aus einem Foto und einem von Ihnen gesetzten Maßstab. Für die Ausführung ist ein Aufmaß vor Ort nötig.