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Anleitungen

Grundriss digitalisieren – vier Wege zur bearbeitbaren Datei

Digitalisieren heißt nicht, ein Papier zu fotografieren. Ein Foto ist ein Bild; es lässt sich weder messen noch ändern. Digitalisiert ist ein Grundriss erst, wenn Wände, Räume und Öffnungen als Geometrie vorliegen: mit Maßstab, mit berechneten Flächen und in einem Format, das der nächste Schritt lesen kann.

Dafür gibt es vier Wege, und welcher der richtige ist, hängt davon ab, was Sie in der Hand haben. Diese Seite geht alle vier durch, nennt, was auf jedem Weg erhalten bleibt und was nicht, und wo Sie am Ende nachmessen sollten.

Vorher: ein abfotografierter Papiergrundriss, schräg aufgenommen.Nachher: derselbe Grundriss als sauberes Exposé-PDF aus dem Editor.
Links die Vorlage, rechts das Ergebnis. Ein Foto hat keinen Maßstab – den setzen Sie, indem Sie eine Wand anklicken und ihre wirkliche Länge eingeben. Erst dann stimmen die Flächen. PDF ansehen

Weg 1: Foto oder Papierplan

Das häufigste Ausgangsmaterial ist ein Foto vom Papierplan oder ein alter Scan. Der Import erkennt die Wände, schlägt Räume und Öffnungen vor und zeigt den Entwurf zur Prüfung. Sie korrigieren, was strukturell falsch ist, und setzen den Maßstab über eine Wandlänge, die Sie kennen oder nachmessen.

Was erhalten bleibt: die Aufteilung. Was nicht: die Maße, wenn das Foto keine trägt. Ein Grundriss aus einem Foto ist deshalb ein Entwurf, kein Aufmaß.

Weg 2: PDF

Ein PDF vom Bauträger oder Architekten ist meist sauber gezeichnet und trägt oft Maße. Der Import liest die Zeichnung wie ein Bild; die eingedruckten Maße dienen als Beleg für den Maßstab. Nach dem Import haben Sie eine bearbeitbare Kopie, die Sie für das Exposé reduzieren und beschriften.

Weg 3: iPhone-Scan

Mit einem iPhone mit LiDAR-Sensor entsteht der Grundriss vor Ort: Sie gehen durch die Räume, die App erkennt Wände, Türen und Fenster und misst dabei. Das Ergebnis ist von Anfang an maßstäblich und liegt nach dem Speichern im selben Konto wie der Web-Editor.

Grenzen: Spiegel, Glasfronten und sehr enge Räume stören den Sensor. Ein Kontrollmaß pro Raum gehört zur Routine.

Weg 4: aus einer Vorlage neu zeichnen

Wenn nur eine Skizze existiert, ist Neuzeichnen oft schneller als jeder Import. Eine Vorlage liefert einen vollständigen Plan, den Sie mit dem Raum-Werkzeug anpassen: Ein Zug ergibt einen Raum, Wände verbinden sich an den Kanten, Flächen rechnen sich mit.

Was am Ende herauskommt

Auf allen vier Wegen entsteht dieselbe Datei: ein Vektorplan mit Räumen, Flächen und Öffnungen. Daraus wird das Exposé-PDF, DXF für den Planer, OpenImmo-XML für das Portal oder ein 3D-Modell. Bearbeiten und Prüfen sind kostenlos; die Ausgaben für Exposé und Portal gehören zum Abo.

Häufige Fragen

Wie genau ist ein digitalisierter Grundriss?

So genau wie seine Quelle. Ein Scan misst selbst; ein PDF mit Maßen ist belastbar; ein Foto liefert die Aufteilung, aber keine Maße. Prüfen Sie vor der Weitergabe mindestens eine Wandlänge pro Raum.

Kann ich einen Grundriss ohne Konto digitalisieren?

Zeichnen, Importieren und Bearbeiten gehen ohne Anmeldung. Für das Speichern in der Cloud und den Export brauchen Sie ein Konto.

Welches Format brauche ich danach?

Für das Exposé PDF, für Portale OpenImmo-XML, für Planer DXF, für interaktive Ansichten GLB. Derselbe Plan liefert alle vier.